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Honig das gelbe Gold und seine Produzenten

Dass heimischer Honig ein wunderbares Geschenk der Natur ist wissen wir alle, warum das so ist aber leider die wenigsten. Ich lade Sie liebe Leser deshalb ein, gemeinsam mit mir einen genaueren Blick in ein goldschimmerndes Honigglas zu werfen, um herauszufinden warum Honig ein so tolles Lebensmittel ist.


Echter einheimischer Honig, aus Bioproduktion, ist ein vielfältig in der Küche einsetzbares Lebensmittel. Man kann ihn pur genießen oder damit auch raffinierten Industriezucker mit einer natürlichen Alternative ersetzen. Man weiß einfach was drin ist und das man den Honig bedenkenlos genießen kann.

Sehen wir uns nun mal gemeinsam einige dieser Inhaltsstoffe an:

DIE EINFACHZUCKER:

Im Vergleich zu unserem normalen Haushaltszucker (Saccharose) der ein Zweifachzucker ist und vom Körper erst gespalten werden muss um ihn aufnehmen zu können, sind die Einfachzucker im Honig schnellere Energiespender. Die im Honig enthaltenen Einfachzucker, Fructose, Glucose, Maltose, Melezitose,… gelangen einfach schneller in unseren Blutkreislauf.

Diese hervorragende Eigenschaft des Honigs wird nicht umsonst von vielen Menschen so hoch geschätzt.

MINERALSTOFFE UND SPURENELEMENTE:

Magnesium, Kalzium, Eisen, Kalium, Mangan und Bor sind unter anderem in Honig enthalten.

VITAMINE:

C, B2, B6, Niacin, Panthotensäure sind natürliche Vitamine die im Honig zu finden sind.

ENZYME:

Invertase, Glucoseoxydase, Diastase, …

AMINOSÄUREN:

Alanin, Prolin, Asparaginsäure, Glycin, …

Täglich heimischen Honig

Dieser Auszug aus all diesen tollen Stoffen die unser heimischer Honig enthält, gibt uns einen Geschmack davon, warum Honig nicht nur gut schmeckt sondern auch DAS GELBE GOLD genannt wird. Einigen Lesern wird aufgefallen sein, dass ich speziell über unseren heimischen Honig spreche. Ich betone dies deshalb, da sehr viel Importware aus Süd- und Lateinamerika in den Supermarktregalen angeboten wird, aus denen sehr viele von diesen wertvollen Stoffen, vor der Abfüllung mit den wertvollen Pollen raus gefiltert werden. Um diesen minderwertigen Honig zu Dumpingpreisen anbieten zu können. Diese Honige sind zum Backen immer noch gut geeignet, jedoch für den bewussten Genießer nicht die erste Wahl. Wobei wir nun schon bei unserem zweiten Thema angelangt sind.

Die Bienen unsere wichtigsten Honigproduzenten

Sind sie doch diejenigen die in der warmen Jahreszeit unermüdlich ausschwärmen um den kostbaren Nektar von den Blüten zu sammeln aus dem sie im Bienenstock den wertvollen Honig für uns produzieren. Die in Europa am weitesten verbreitete Bienenrasse ist die sogenannte Carnika Biene deren Ursprung in Kärnten liegt. Bienen sind nicht nur besonders fleißige Wesen sondern auch hochsensibel und intelligent. Ihre Kommunikation untereinander erfolgt über den sogenannten Bienentanz. Damit geben die Bienen so wichtige Informationen wie: Entfernung bis zur nächsten Futterstelle, Wasserstelle, Menge der gefundenen Blüten, etc. an das übrige Bienenvolk weiter. Nicht umsonst existieren Bienen auf unserem Planeten seit mehr als 75 Millionen Jahren. Der älteste Fund einer Biene in Bernstein eingeschlossen wurde in New Jersey entdeckt.

„Wenn die Bienen von der Erde verschwinden, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr…“ (Albert Einstein)

Mit diesem Zitat möchte ich an dieser Stelle auf die Dringlichkeit aufmerksam machen, unsere Bienen zu schützen.

DIE BIENE ALS LANDARBEITER

Bienen saugen mit ihrem langen Rüssel den Nektar aus den Blütenkelchen und transportieren diesen in Taschen, die sie an den Beinen tragen in den Bienenstock. Der Körper der Biene ist in ein feines Haarkleid gehüllt, in dem sich beim Nektar sammeln die Blütenpollen fangen. So tragen die Bienen die Pollen von einer Blüte zur nächsten und bestäuben diese, damit daraus wohlschmeckende Früchte und Gemüse wachsen können. Diese kleinen fleißigen Wesen erfüllen somit eine Doppelfunktion und sind unentbehrliche Helfer unserer Landwirte. 

IMKER SIND EINE UNETBEHRLICHE GRUPPE VON HELFERN UND IDEALISTEN, FÜR DIE ERHALTUNG DES ÖKOLOGISCHEN HAUSHALTES AUF UNSERER MUTTER ERDE

Der derzeit schlimmste Feind unserer heimischen Honigbienen ist neben den Pestiziden, die Varroa–Milbe. Und hier kommt die große Bedeutung der Imker ins Spiel, da Imker nicht nur für die Honiggewinnung und Verarbeitung zuständig sind, sondern besonders viel Zeit und Ressourcen in die Pflege, medizinische Behandlung und gesund Erhaltung der Bienenstöcke investieren. Ich wage zu behaupten, dass es ohne Ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Informationstätigeit schon lange keine Honigbienen mehr geben würde. 

MEIN TIP AN BIENENFREUNDE: 

Vermeiden Sie besonders in Ihren Privatgärten die Verwendung von gifthaltigen Spritzmittel, da eine Biene die mit Pestiziden in Berührung kommt, als Schutz für das Bienenvolk nicht mehr in den Stock zurückfliegt, sondern stirbt. Nachweislich wird in privaten Gärten unwissentlich das Vielfache an hochkonzentrierten Giftstoffen versprüht als im kontrollierten Anbau. Im Fachhandel finden Sie bereits ein großes Sortiment an biologischen Pflanzenschutzmitteln, oder greifen Sie mal auf Omas gute alte Hausmittel wie Brennnessel – Jauche zurück. Setzen Sie Bienenfutter – Pflanzen ( Spezielle Samen sind extra mit diesem Vermerk, meist als Abbildung auf dem Samensäckchen gekennzeichnet) zum Beispiel Bienenfreud, Palmkätzchen, Schmetterlingsstrauch, in Ihren Garten, sie helfen damit nicht nur den Bienen ein genügend vielfältiges Angebot an Blütennahrung zu finden, sondern ziehen damit auch liebliche Schmetterlinge und andere Nützlinge an.